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Welchen Schulabschluss braucht man, um Erzieher/in zu werden?

Welchen Schulabschluss braucht man, um Erzieher/in zu werden?

Die Ausbildung zum Erzieher/in ist sehr beliebt, obwohl die Bezahlung nicht als besonders hoch bekannt ist. Dennoch ist es für viele, vor allem für Frauen, oft ein Traumberuf, der nach der Ausbildung noch viele Optionen und Möglichkeiten offen hält. Für einige ist es auch die Grundlage, um anschließend noch ein Studium oder weitere Fortbildungen anzuhängen. Auch ergeben sich viele Berufs- und Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen staatlichen wie auch privaten Instituten und nicht nur in Kindergärten, wie die meisten denken.

Wer mit dem Gedanken spielt Erzieher/in zu werden, der wird sich früher oder später die Frage stellen, welchen Schulabschluss man dafür eigentlich benötigt. Nachfolgend finden Sie weitere wissenswerte Informationen über den Beruf als Erzieher/in.

Schulabschluss für den Start einer Ausbildung

Um eine Berufsausbildung als Erzieher/in zu beginnen, benötigt man die Mittlere Reife und eine berufspraktische Vorbildung. Die berufspraktische Vorbildung erreicht man beispielsweise durch ein Praktikum im Kindergarten, Kinderkrippen oder einem Hort. Dies ist die Voraussetzung, um überhaupt von den Fachschulen bzw. Berufsakademien angenommen zu werden.

Neben den formalen Kriterien gibt es auch Möglichkeiten, die die Chance auf einen Schulplatz erhöhen, denn die Plätze sind begrenzt und nicht jeder, der dir formalen Bedingungen erfüllt, wird auch angenommen. Dazu gehört, dass die eingereichten Unterlagen tipptopp sein müssen. Auch im Einzelgespräch lassen sich Punkte sammeln. Wer besonders hervorhebt, welche Erfahrungen er schon in der Kinderbetreuung gesammelt hat, kann seine Chancen deutlich erhöhen. Zudem kann es von Vorteil sein, wenn man nicht nur das Pflichtpraktikum absolviert hat, sondern auch in kirchlichen Jugendgruppen und Sportvereinen aktiv mitgewirkt hat.

Ausbildung als Erzieher/in

Wer eine Ausbildung als Erzieher/in beginnen möchte, muss sich nach seinem Praktikum zunächst an einer Fachschule bzw. Berufsakademie bewerben. Wird diese Bewerbung angenommen, so folgt eine dreijährige Ausbildung mit theoretischen Grundlagen und Praxiseinheiten. Zu den theoretischen Fächern gehören beispielsweise Soziologie, Pädagogik, Methodik, Didaktik und Psychologie.

Meist bestehen die ersten beiden Jahre aus einer theoretischen Ausbildung, gefolgt von einem einjährigen Anerkennungspraktikum. Auch wer im Bereich Jugendrecht, Familienrecht, Bewegungslehre, Musikerziehung, Rhythmik oder Gesundheitslehre ausgebildet ist, kann als Erzieher/in tätig werden.

Die Ausbildung endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. Sie besteht aus Hausarbeiten, Klausuren und einer Konsultation im Kindergarten. Die Ausbildungsinhalte können von Bundesland zu Bundesland etwas variieren. Die Voraussetzung des Schulabschlusses hingegen ist in allen Bundesländern gleich.

Berufsmöglichkeiten als Erzieher/in

Ausgebildete Erzieher/innen können in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Kindertagesstätten, Schulen und Heime. Auch in Seniorenheimen und in Institutionen für Menschen mit Behinderungen können Erzieher/innen tätig werden.

Erzieher/innen genießen zudem das Privileg, dass sie nach ihrer Ausbildung noch viele Optionen für Weiterbildungen haben. Denkbar wäre beispielsweise ein Studium als Sozialpädagoge oder Sozialarbeiter oder Weiterbildungen und Spezialisierungen. Die Möglichkeiten im staatlichen wie auch privaten Bereich sind groß und bieten eine Vielzahl an Optionen.

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