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Was sind Studientage? – Aufklärung

Was sind Studientage

Nicht jeder junge Erwachsene hat am Ende seiner gymnasialen Laufbahn eine klare Vorstellung davon, wie es nach dem Abitur weitergehen soll. Selbst wenn die Entscheidung für ein Studium bereits gefallen ist, gibt es während der Schulzeit nur selten Gelegenheit, ausführlichere Informationen über ein Fachgebiet zu erhalten. Die sogenannten Studientage wollen hier Abhilfe schaffen und geben den Schülern der Oberstufe einmal im Jahr die Gelegenheit aus erster Hand Informationen zum Studienverläufen zu sammeln. Zu diesem Zwecke öffnen Universitäten und Fachhochschulen die Pforten, Professoren geben Einblicke und die teilnehmenden Schüler haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Orientierungsphasen in der Schulzeit

Natürlich ist der Einblick, den man innerhalb dieser kurzen Zeit gewinnen kann äußerst begrenzt. Üblicherweise gibt es im Laufe der Schulkarriere auch vorab schon Orientierungsphasen und Praktika, bei denen man in bestimmte Berufsbilder hineinschnuppern kann. Mit Veranstaltungen wie dem „Girls Day“ werden Bemühungen vorangetrieben, einen höheren Frauenanteil in den eher mathematisch-technischen Fachbereichen zu etablieren. Bei den Studientagen kann der Schüler sich nun entweder frei inspirieren lassen oder gezielt Informationen zu der schon angestrebten Laufbahn einholen. Gerade bei Studiengängen ohne Zugangsbeschränkungen ist es auch möglich, dass die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Uni an den Studientagen fällt, denn nicht jeder Schüler plant heute noch den sofortigen Auszug nach dem Abitur (das ist finanziell auch manches mal nicht möglich).

„Tag der offenen Tür“

Üblicherweise laufen die Studientage so ab, dass die Oberstufenschüler einen oder zwei Tage frei bekommen und in einer Art „Tag der offenen Tür“ die Universitäten oder Fachhochschulen in der Region besuchen dürfen. Problematisch kann das für Schüler sein, die in einem eher schlecht erschlossenen ländlichen Raum leben. Auch junge Erwachsene, die sich für ausgefallenere Bereiche Interessieren, erhalten an diesen Tagen nicht unbedingt die Gelegenheit, einen Einblick in eine für sie reizvolle Thematik zu erhalten (theoretisch sind weite Anfahrten natürlich auch im Rahmen der Studientage möglich – und manches ist inzwischen ja auch online machbar).

Neben den Überblicksveranstaltungen, in denen Professoren oder wissenschaftliche Mitarbeiter allgemein etwas über ihren Fachbereich und die Anforderungen an zukünftige Studenten erzählen, erhalten die jungen Besucher meist die Gelegenheit, sich in eine Vorlesung zu setzen oder praktischen Übungen beizuwohnen. Ideal ist es, wenn die Fachschaften sich hier engagieren und erfahrene Studenten in lockerer Atmosphäre etwas aus dem Studienalltag erzählen können. Je nach Größe des entsprechenden Studienganges ist so etwas aus logistischen Gründen jedoch nicht immer möglich.

Informationen sammeln – nicht nur bei den Studientagen

Die Studientage bieten eine grobe Orientierung und einen theoretischen Einblick, die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Fachrichtung ist jedoch in den meisten Fällen ein eher langwieriger Prozess, der auch von den Lehrkräften an der Schule mit angeleitet werden sollte. Notwendig ist es hier auch, immer wieder im Netz nach Informationen zu suchen und sich bewusst zu machen, dass man eigentlich immer nur in Bereichen erfolgreich sein wird, die einen wirklich interessieren. Gerade heute gibt es die feste, unabänderliche Berufslaufbahn ja nicht mehr und jeder Schüler muss sich darauf einstellen, mehrmals in seiner Karriere die Positionen zu wechseln. Hier ist viel Flexibilität gefragt; die Studientage können bei einer ersten vorsichtigen Ausrichtung eine Orientierung bieten.

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