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Was macht man im Latein LK? + Vor & Nachteile

Was macht man im Latein LK

Latein gehört zu den unbeliebtesten Fächern in ganz Deutschland. Das beweisen die aktuellen Zahlen, der Schüler, die aktuell an den Latein Abschlussprüfungen teilnehmen. Insgesamt ist die Teilnehmerzahl bereits im Jahr 2008 bis 2016 von knapp 800.000 Schülern auf 600.000 Schüler gesunken. Diese Zahl auf ganz Deutschland betrachtet ist verschwindend gering und wird in den nächsten Jahren definitiv noch weniger.

Warum sollte man Latein lernen?

Viele scheuen sich davor neue Sprachen zu lernen, weil sie Angst haben, dass sie eine schlechte Aussprache besitzen man sie deshalb auslachen könnte. Dieses Problem besteht bei Latein allerdings nicht, da es dort einfach keine Probleme bei der Aussprache gibt. Außerdem hilft Latein einem dabei Fremdwörter besser zu verstehen und auch bei anderen Fremdsprachen kann es hilfreich sein der lateinischen Sprache mächtig zu sein.

Da Latein eine der ältesten Sprachen ist vermittelt es mehr als nur das verstehen und benutzen einer Sprache. Es verbessert die generelle Lesekompetenz und zusätzlich sorgt es für ein besseres Sprachverständnis. Ebenfalls wird durch Latein viel Wissen über die Antike und den kulturellen Hintergrund von Europa. So wird dem Schüler eine ganz neue Sicht auf die römische Zivilisation gegeben und einiges an römischer Literatur gelehrt.

Wie läuft der Unterricht ab?

Der Lateinunterricht in Deutschland hat eine weit zurückreichende Tradition. Diese reicht zurück bis zu den alten Klosterschulen, in denen vorwiegend Latein als Unterrichtssprache genutzt wurde. Der Unterricht in ganz Deutschland ist länderspezifisch konzipiert. Das bedeutet, dass die Lerninhalte und Prüfungsabläufe von Bundesland zu Bundesland variieren.

Dennoch sind die grundlegenden Lehrinhalte, die vermittelt werden immer etwas gleich. So wird anfangs immer der lateinische Grund- und Erweiterungswortschatz beigebracht und ein umfassendes Wissen über die lateinische Grammatik. Ebenso wird neben dem ganzen Grammatikalischen- und Wortschatzwissen ein geschichtliches Wissen vermittelt. Dabei wird die Kultur, Philosophie und Geschichte der Antike gelehrt.

Genauso wie im Deutsch-Unterricht wird auch im Latein Lektüre genauer unter die Lupe genommen und analysiert. Zu den berühmtesten Beispielen hier gehört wohl Ciceros Reden und Briefe. Zusätzlich wird an den meisten Schulen Methoden zum Übersetzen vom Lateinischen in das Deutsche beigebracht.

Wie sieht die Prüfung aus?

Da der Unterricht von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, kann auch hier keine einheitliche Antwort gegeben werden. In der Regel kann man sich entweder für eine schriftliche oder mündliche Prüfung entscheiden. Um etwas mehr Kontext liefern zu können, nehmen wir Bayern als Beispielbundesland. In Bayern besteht die Abschlussprüfung aus zwei Teilen. Der erste Teil ist unterteilt in das Übersetzen und in einen erweiterten Aufgabenteil. Für das Kolloquium, also die mündliche Prüfung, wählt jeder Schüler einen bestimmten Schwerpunkt. Über diesen Schwerpunkt wird anschließend in Anwesenheit der Prüfer ein Vortrag gehalten. Nach dem Vortrag werden dem Schüler vertiefende Fragen zum Thema gestellt und so das Wissen des Schülers getestet.

Wenn ein Schüler mindestens vier Jahre Lateinunterricht erhalten hat, kann ihm das Latinum verliehen werden. Das Latinum bezeugt, dass der Schüler die Fähigkeit besitzt, lateinische Texte zu übersetzen und zu verstehen. Es gilt als Nachweis, dass der Schüler der lateinischen Sprache mächtig ist und wird oft mit dem Abitur verliehen. Auch hier ist es in jedem Bundesland unterschiedlich und in einigen wird zwischen einem kleinem und großen Latinum unterschieden. Das Besitzen eine Latinum Urkunde kann große Pluspunkte in zukünftigen Studienfächern einbringen.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Leistungskurs in Latein nicht viel schlimmer als Englisch oder Französisch ist. Viel mehr bietet Latein mehr als nur eine weitere Sprache zu beherrschen. Es lehrt einen die Kunst eine Jahrhundert alten Sprache zu beherrschen und lehrt einen, andere Sprachen noch besser zu verstehen. Das Verständnis von Begriffen im Alltag und in andern Sprachen wird gefördert und erweitert den kompletten Horizont von einem Menschen. Für einige Berufe ist es sogar von deutlicher Wichtigkeit Latein zu beherrschen. Sollte z. B. der Beruf des Arztes oder Physiotherapeut angestrebt werden, kann Latein nützlich sein.

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