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Was ist ein Quereinsteiger? – einfache Erklärung & Beispiele

Häufig findet sich in Stellenausschreibungen die Beschreibung eines „Quereinsteigers“. Doch was genau ist überhaupt ein Quereinsteiger und welche Aufgaben übernimmt er?

Definition eines Quereinsteigers

Kurz gefasst handelt es sich bei einem Quereinsteiger um eine Person, die im beruflichen Sinne in eine neue Tätigkeit wechseln. Hierbei muss es sich nicht zwangsläufig um ein dem alten Beruf ähnliches Berufsfeld handeln, sondern es kann eine völlig neue Arbeitsumgebung sein. Der Begriff Quereinsteiger wird dabei häufig durch Seiteneinsteiger ersetzt.

Bei welchen Jobs gibt es Quereinsteiger?

Das Spektrum für Quereinsteiger ist dabei sehr breit. Allerdings gibt es hierbei die Unterscheidung zwischen geschützten Berufsbezeichnungen und ungeschützten Berufsbezeichnungen. Ein Quereinsteiger kann dabei nur in Berufe wechseln, dessen Bezeichnungen nicht rechtlich geschützt sind.

So kann man als Quereinsteiger problemlos als Journalist, Redakteur oder Vertriebsleiter durchstarten. Auch die IT-Branche sucht händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Auch hier ist die Jobaussicht für Quereinsteiger extrem gut. Da die meisten IT-Unternehmen eine Ausbildung oder ein Studium voraussetzen, kann das fehlende Know How auch durch Schulungen erlernt werden. So können auch Quereinsteiger im IT-Wesen sehr gutes Geld verdienen.

Als Quereinsteiger lässt sich jedoch ebenfalls in Berufen wie der Unternehmensberatung eine Karriere starten. Hierfür ist lediglich Berufserfahrung notwendig. Je mehr Fachwissen der Bewerber aufweist, desto schneller kann er in dem Unternehmen aufsteigen.

Auch der Berufs des Lehrers ist sehr gefragt, da es leider dauerhaft einen Mangel an qualifizierten Fachkräften gibt. Wer ein Studium in einem relevanten Unterrichtsfach mitbringt, kann somit also durchaus noch ein guter Lehrer werden. Mithilfe einer rund zwei Jahre andauernden Qualifizierungsphase werden pädagogische Inhalte vermittelt und der Quereinsteiger fit zum Unterrichten gemacht.

Was ist für Quereinsteiger nicht möglich?

Möchte ein Quereinsteiger in ein Berufsfeld wechseln, welches rechtlich geschützte Berufsbezeichnungen aufweist, ist dies nicht möglich. Gerade Berufe wie Rechtsanwalt, Arzt, Physiotherapeut, Steuerberater oder Psychologe weisen Titel auf. Als Quereinsteiger dürfen die Berufe nicht ausgeübt werden, da die offizielle Bezeichnung fehlt, den Titel der Berufe zu tragen. Wer staatlich geschützte Titel verwendet, ohne diese auch tatsächlich durch ein Studium oder eine Zulassung erreicht zu haben, macht sich strafbar.

Vorteile eines Quereinsteigers für Unternehmen

Auch für ein Unternehmen kann ein Quereinsteiger viele tolle Vorurteile gegenüber Mitarbeitern bringen, die bereits in dem Berufsfeld lange gearbeitet haben. In den meisten Stellenanzeigen wird daher explizit darauf hingewiesen, dass die Bewerbung von Quereinsteigern erwünscht ist.
Personen, die in ihrem bisherigen Beruf unzufrieden sind, weisen oftmals ein hohes Maß an Motivation für einen neuen Beruf auf. Sie bringen eine gesunde Neugier mit und die Lust sich neue Fähigkeiten anzueignen. Daher können Quereinsteiger neben frischem Wind auch viele tolle Ideen mitbringen, die sie im Beruf umsetzen könnten.

Vorteile eines Quereinsteigers

Der größte Vorteil eines Quereinsteigers ist wohl eine extreme Zeitersparnis. Da sich in viele Berufsfelder ohne spezialisierte Ausbildung wechseln lässt, ist es nicht notwendig eine neue vollständige Ausbildung oder ein Studium abzuschließen.
Als Quereinsteiger erhält man somit die Möglichkeit, sich beruflich zu verändern ohne viel Zeit für eine neue Lehre aufzubringen. Da auch der öffentliche Dienst inzwischen Bewerbungen für Quereinsteiger möglich macht, sind die Berufsfelder breit gefächert und die Einstiegschancen hoch.