Skip to content
beruf-karriere24.com » Karriere & Beruf » Was ist ein Lohnsteuernachweis & wo finde ich diesen? – Aufklärung

Was ist ein Lohnsteuernachweis & wo finde ich diesen? – Aufklärung

Was ist ein Lohnsteuernachweis & wo finde ich diesen

Der Lohnsteuernachweis beinhaltet mehrere Dokumente. Die Lohnsteuer wird direkt vom Arbeitgeber bei der Lohnberechnung an das zuständige Finanzamt abgeführt. Angestellte oder Arbeitnehmer, die entlohnt werden, müssen die Lohnsteuer nicht selbst von ihrem Lohn abführen. Sie sind aber zur jährlichen Lohnsteuererklärung verpflichtet.

Unterschied zwischen Lohn und Gehalt

Beschäftigte erhalten je nach Vereinbarung ihres Arbeitskontraktes einen Lohn oder ein Gehalt. Der Lohn basiert auf den geleisteten Arbeitsstunden. Im Kontrakt ist ein fester Grundstundenlohn vereinbart. Die Lohnauszahlung wird durch Zuschläge beeinflusst. Überstunden werden stundenweise abgerechnet und können von der Höhe des Grundstundenlohns abweichen. Dazu kommen Zuschläge für Arbeitszeiten in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Weitere Posten im Laufe des Arbeitsjahres, die die Lohnhöhe begünstigen, sind Urlaubs- und Weihnachtszulagen sowie Boni oder Beteiligungen.

Gehalt beziehen Angestellte, die einen Kontrakt mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren, der eine feste Leistungssumme bestimmt. Zuschläge ergeben sich aber auch bei der Gehaltszahlung durch Überstunden, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Boni und weiteren Posten. Das Gehalt bezieht sich immer auf eine im Vertrag festgelegte Wochenarbeitszeit. Gehaltsbezieher sind ebenso wie Lohnbezieher zur jährlichen Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt verpflichtet, sofern die Gesetzeslage keine Ausnahme bestätigt.

Recht auf monatliche Lohnabrechnung

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmern monatlich eine Lohnabrechnung auszustellen. Das bedarf der Schriftform, damit Arbeitnehmer die Abrechnung nachvollziehen können. Die jeweilige Lohnabrechnung gilt auch als Nachweis über die abgeführte Lohnsteuer. Arbeitgeber dürfen die Lohnsteuer nicht einbehalten und zu einem selbst festgelegten Zeitpunkt an das Finanzamt abführen, sondern müssen sich an die rechtlichen Vorgaben halten. Arbeitnehmer haben kein Recht auf die Auszahlung der Lohnsteuer im Rahmen der gesetzlichen Lohnauszahlung. Der Erhalt der monatlichen Lohnabrechnung wird im Arbeitsvertrag vereinbart. Die Lohnabrechnung muss vor Ende des Folgemonats dem Arbeitnehmer zugestellt werden. Es reicht die elektronische Übermittlung. Die Auszahlung des Lohns auf das vom Arbeitnehmer angegebene Bankkonto kann vom Erhalt der Lohnabrechnung abweichen. Arbeitnehmer müssen selbstständig die Steuerabführung prüfen.

Steuererklärung für lohnabhängige Arbeitnehmer

Jährlich müssen Arbeitnehmer und Angestellte, die Lohn oder Gehalt von ihrem Arbeitgeber beziehen, die Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Sie ist unter anderem als Lohnsteuererklärung bekannt. Die Steuererklärung an sich reicht nicht immer als Lohnsteuernachweis aus. Hierbei handelt es sich um vorläufige Angaben durch den Arbeitnehmer oder Angestellten, die nicht gewähren, dass die tatsächliche verpflichtende Lohnsteuer in voller Höhe entrichtet ist. Im Rahmen der Steuererklärung wird sie aber gegenüber dem Finanzamt verpflichtend, wenn Nachträge abzuliefern sind. Für die Einhaltung der Frist ist der Arbeitnehmer oder Angestellte verantwortlich und nicht das Finanzamt.

Nach Prüfung der eingereichten Steuerunterlagen erhalten steuerpflichtige Arbeitnehmer und Angestellte einen Lohnsteuerbescheid. Der ist mindestens zehn Jahre aufzubewahren, unabhängig davon, ob in dem Zeitrahmen das Arbeitsverhältnis besteht. Das Finanzamt darf im Rahmen einer Steuerprüfung vom Steuererklärer die Einsicht der Unterlagen während der geltenden Frist verlangen.

Lohnsteuernachweis für Grenzgänger

Wer in Deutschland lebt und im benachbarten Ausland arbeitet, unterliegt dem Doppelsteuerabkommen, sofern der Arbeitsplatz sich in der Grenzzone befindet. Zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz ist eine Distanz von bis zu 60 Kilometern zulässig, 30 Kilometer auf jeder Staatsseite. Grenzgänger müssen eine Bescheinigung beim Finanzamt beantragen und die Lohnsteuer wird durch den ausländischen Arbeitgeber quartalsweise im Voraus abgeführt. Sonderregelungen können dazu führen, dass der Arbeitnehmer in Vorleistung treten muss. Zur Lohnsteuer berechtigt ist Deutschland.

Wird die Grenzzone mehr als 45 Tage im Kalenderjahr überschritten, so ist nicht mehr Deutschland zum Erhalt der Lohnsteuer berechtigt, sondern der Staat, in dem die Tätigkeit ausgeübt wird. Die Abrechnungen des Arbeitgebers und die Steuererklärung gelten als Nachweis der abgeführten Lohnsteuer. Nicht auffindbare Lohnsteuernachweise sind als Duplikate beim jeweiligen Aussteller zu beantragen. Lohnabrechnungen werden vom Arbeitgeber als Duplikate ausgestellt, Steuerbescheide vom Finanzamt. Individuelle Informationen erhalten Arbeitnehmer und Angestellte von Steuerberatern in dem Staat, in dem die Lohnsteuer abzuführen und der Lohnsteuernachweis zu erbringen ist.

Hat dir der Beitrag gefallen?