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Was ist ein Lichtbild & wo wird es benötigt? – Aufklärung

Mit dem Begriff Lichtbild bezeichnet man eine Fotografie. Früher verstand man darunter jedes geschossene Foto. Heutzutage wird nur noch ein Passbild als Lichtbild bezeichnet.

Anforderungen an ein Passbild

Ein Passbild oder eben auch Lichtbild bezeichnet ein Foto einer Person. Es dient einer zweifelsfreien Identifikation einer Person. Passbilder unterliegen einer Reihe von Regeln und Anforderungen, da sie für gewöhnlich für amtliche Dokumente genutzt werden.

Für den Personalausweis, den Reisepass oder dem Führerschein ist ein biometrisches Passbild notwendig. Ein solches Lichtbild ist biometrisch, wenn die Aufnahme frontal erfolgt, der Kopf eine genau festgelegte Position im Bild besitzt und die Person einen neutralen Gesichtsausdruck zeigt. Beide Gesichtshälften, Mund, Nase und Augen müssen deutlich zu erkennen sein. Zudem sollte der Hintergrund einfarbig und unauffällig sein. Außerdem ist es notwendig, dass das Gesicht gut ausgeleuchtet ist, damit weder Reflexionen noch Schatten die Gesichtszüge verdecken. Das Passbild muss ein Format von 35 mm x 45 mm aufweisen. Das Bild muss im Hochformat und ohne Rand sein. Die Gesichtshöhe muss zwischen 32 mm und 36 mm liegen. Nur in Ausnahmefällen darf die Größe abweichen. Allerdings sollte die Gesichtshöhe nicht größer als 40 mm und nicht kleiner als 27 mm sein.

Je nach Land sind auch die jeweiligen Anforderungen an ein Lichtbild unterschiedlich.

Was ist erlaubt?

Ein Lichtbild oder Passbild muss nicht zwingend von einem ortsansässigen Fotografen hergestellt worden sein. Selbst gemachte Passbilder mit der eigenen Kamera oder via Fotoautomaten sind ebenso erlaubt, sofern das Foto den festgelegten Normen entspricht. Neben den formalen Regelungen wie der Größe und der Position des Kopfes unterliegt auch das Motiv bestimmten Anforderungen. Zwar ist Lächeln erlaubt, allerdings muss der Mund dabei geschlossen sein. Das Tragen einer Brille ist ebenfalls erlaubt. Diese darf das Gesicht aber nicht verdecken oder gar so spiegeln, dass die Augen nicht zu erkennen sind. Die Augen müssen geöffnet und der Blick nach vorn gerichtet sein. Die Haare dürfen zwar offen sein, sollen aber das Gesicht nicht verdecken.

Trägt die jeweilige Person aus religiösen Gründen beispielsweise ein Kopftuch, so hat sie den Grund ausreichend nachzuweisen. Das Gesicht darf nicht verdeckt werden. Auch Teile von Uniformen oder anderen Symbolen dürfen nicht zu sehen sein. Empfohlen wird stattdessen das Tragen eines einfarbigen schlichten Hemdes oder einer Bluse. Hüte oder eine Komplettverschleierung mittels einer Burka sind nicht erlaubt, denn das Gesicht muss vom Kinn bis zur Stirn deutlich zu erkennen sein.

Das Lichtbild muss in hoher Qualität und ohne Verunreinigungen oder Knicke der Behörde vorgelegt werden.

Lichtbilder von Kindern und Babys

Auch bei der Beantragung von Reisepässen für Kinder oder Babys müssen biometrische Lichtbilder vorgelegt werden. Hier gelten ähnliche Anforderungen wie bei Erwachsenen. Gleich ist, dass das Gesicht vom Kinn bis zum oberen Kopfende erkennbar und das Gesicht frontal abgebildet sein muss. Bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr gibt es einige Besonderheiten aufgrund des Alters. Hier sind Abweichungen hinsichtlich des Gesichtsausdrucks, der Blickrichtung oder der Kopfhaltung erlaubt.

Lichtbilder auf Bewerbungen

Lange Zeit war es gängige Praxis, dass der Lebenslauf, der bei einer Bewerbung dem Motivationsschreiben hinzugefügt wurde, auch mit einem Lichtbild versehen ist. Mittlerweile ist es keine Pflicht mehr der Bewerbung auch ein Foto beizufügen. Einige Arbeitgeber verlangen zudem ausdrücklich kein Lichtbild, um die Chancengleichheit aller Bewerber zu wahren.

Weitere Verwendung von Lichtbildern

Passbilder oder Lichtbilder werden nicht nur für Ausweisdokumente oder Bewerbungen verwendet. Mittlerweile sind Passbilder auch bei der Anfertigung einer Versichertenkarte einer Krankenkasse notwendig. Hier muss allerdings kein biometrisches Bild vorliegen. Dennoch müssen grundlegende Anforderungen an Größe, Format und Hintergrund erfüllt sein. Außerdem sollte es ein aktuelles Foto sein, auf dem das Gesicht eindeutig erkennbar ist.
Passbilder werden zudem auch für Personalakten, Mitgliederkarten für Vereine oder beispielsweise für einen Bootsführerschein verwendet. Der Einsatz von Lichtbildern ist vielfältig.

Neue Regelung und Speicherung des Passbildes

Um eine Manipulation zu unterbinden, hat die Regierung beschlossen, dass Lichtbilder bei der Beantragung neuer Ausweisdokumente in digitaler Form vorliegen müssen. Das bedeutet, dass ein Passbild künftig vor Ort in der Behörde fotografiert wird oder von Fotografen digital direkt an die Behörde übermittelt wird. Dementsprechend können dann keine selbst gemachten Bilder mehr mitgebracht werden. Auf diesem Weg wird versucht, Dokumentenfälschung zu verhindern.