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Was ist ein Bombologe & was tut dieser im Beruf? – Aufklärung

Was ist ein Bombologe & was tut dieser im Beruf

Bombologe klingt nach einer Tätigkeit mit Bomben. Dabei hat der Bombologe nichts mit Sprengkörpern zu tun und arbeitet auch nicht für das Militär oder eine andere Sicherheitseinheit. An der Endung „loge“ oder „oge“ ist zu erkennen, dass es sich um einen Beruf mit akademischem Grad handelt. Bombologen gehören der Wissenschaft an und müssen ein Biologiestudium absolvieren, um als Bombologe tätig zu sein.

Seltene Berufe

Bombologe ist ein sehr seltener Beruf. Es gibt weltweit nur wenige hundert Studienabsolventen, die später als Bombologe tätig sind. Die Grundvoraussetzung, um diesen seltenen Beruf ausüben zu dürfen, ist der Abschluss der Hochschulreife. Oberschüler müssen also das Abitur an einer Gesamt- oder Realschule oder am Gymnasium absolvieren. Mit der entsprechenden Zulassung beginnen die meisten Studenten ein Bachelor-Studium an einer Hochschule oder Universität im Fach Biologie. Der Bombologe ist ein untergeordneter Beruf und nach dem Bachelor-Abschluss kann sich der Biologe oder die Biologin auf Bombologie spezialisieren. International gibt es verschiedene Voraussetzungen für die Aufnahme des Studiums. Wer bereits kurz vor dem Abitur steht, der sollte sich einmal mit dem Fach genauer beschäftigen. Es gilt aber auch zu wissen, dass nur wenige Arbeitsplätze vorhanden sind.

Die persönlichen Voraussetzungen spielen eine maßgebliche Rolle. Bombologen sind sehr gut in Mathe und allen Naturwissenschaftsfächern. Außerdem können sie sich gut in Deutsch und Englisch ausdrücken. Das hohe Sprachverständnis muss vorhanden sein, denn wissenschaftliche Texte sind nicht einfach zu verstehen. Vorteile bestehen für Studenten, die Latein in der Schule hatten. Neben den fachlichen Voraussetzungen ist es wichtig, sich für die Biologie zu interessieren.

Bombologe der Hummelforscher

Nun ist es raus, der Bombologe beschäftigt sich mit Hummeln. Das sind kleine friedliche Insekten, deren Verhalten viele Rätsel aufgeben. Deshalb beschäftigt sich der Bombologe mit dem Paarungsverhalten, der Lebensart und den verschiedenen Hummelarten. Die Forschungsarbeiten finden in einem Forschungslabor in freier Natur statt und er beschäftigt sich sehr viel mit Lektüren. Außerdem reist er viel durch die Welt, um sich mit anderen Bombologen auszutauschen. Denn die Bombologen sind untereinander durchaus gut vernetzt. Sie treffen sich zu Vorträgen und tauschen sich über ihre Forschungserkenntnisse und Ergebnisse aus.

Hummeln werden in der Wissenschaft Bombus genannt, daher leitet sich auch der Beruf Bombologe ab. Es gibt mehr als 250 Hummelarten und die gehören zu den „Echten Bienen“. Wie die Bienen leben Hummeln in Völkern zusammen. Angeführt werden sie von einer Königin. In einem Stamm leben zwischen 50 und bis zu 600 Hummeln. Die Arbeiterinnen des Stamms werden kaum mehr als sechs Wochen alt. Die Königin hingegen überlebt bis zu einem Jahr, wovon sie acht Monate im Winterschlaf verbringt und nur vier Monate aktiv ist. Die ersten Hummeln sind bereits im März bei Temperaturen ab zwei Grad zu beobachten. Die Königin verlässt den Stamm erst ab einer Außentemperatur von zehn Grad und höher. Dennoch leben Hummeln selten in sehr heißen Gebieten, sie bevorzugen kühlere Regionen. Dazu zählen vor allem Nord- und Mitteleuropa. Zwischen September und Oktober ist ein Hummelstamm fast vollständig ausgestorben. Dieser formiert sich erst im darauffolgenden Frühling neu. Einzige Überlebende ist die begattete Königin.

In der Landwirtschaft werden Hummlen zum Bestäuben im Obst- und Gemüseanbau genutzt. Die Hummeln sind fleißige „Bienchen“ und für die Landwirtschaft essenziell.

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