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Warum sind Sie der richtige für den Job? – beste Antworten auf die Frage

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch müssen sich Bewerber mit der Frage auseinandersetzen, warum sie für den Job geeignet sind. Die Frage stellen fast alle Personaler oder Unternehmer. Der größte Fehler ist, die Frage unbeantwortet zu lassen oder auszuweichen. Jeder, der für sich als Arbeitskraft wirbt, sollte wissen, was ihn dafür qualifiziert oder welche Beweggründe es für die Bewerbung gibt.

Mit der Qualifikation argumentieren

Eine einfache Antwort reicht aus, um die Eingangsfrage zu beantworten. Obwohl sie die logischste Argumentation ist, für den Job geeignet zu sein, geraten einige bei der Frage, was sie für die Tätigkeit eignet, ins Schwitzen. Unsicherheit macht sich breit, die ein erfahrener Personaler oder Unternehmer sofort erkennt. Mangelt es an der persönlichen Selbstsicherheit oder gar am Selbstbewusstsein? Wer sich als Bäcker in einer Bäckerei bewirbt, verweist auf seine Qualifikation. Es besteht eine abgeschlossene Bäckerausbildung und vielleicht schon die eine oder andere tiefgreifende Berufserfahrung, die anhand der Berufsjahre nachgewiesen wird. Das Argument allein reicht allerdings nicht aus, aber bevor gar keine Antwort erfolgt oder die Frage umgangen wird, ist das ehrlich und für den potenziellen künftigen Arbeitgeber nachvollziehbar.

Übliche Antworten

Wer sich nicht scheut zu antworten, kommt häufig mit den üblichen Floskeln, die fast jeder in seinem Anschreiben hinterlegt. „Pünktlich, diszipliniert, voller Tatendrang, Teamplayer, selbstständig und zu Überstunden bereit“. Davon ist grundsätzlich auszugehen, denn jeder Arbeitgeber verlangt, dass Arbeitnehmer und Angestellte pünktlich in der Firma oder im Betrieb erscheinen, um mit der Arbeit zu beginnen. Bei der Disziplin sind sich viele Arbeitgeber nicht sicher, ob Kandidaten das auch umsetzen. Nach anfänglicher Disziplin folgt die Vernachlässigung dieser. Nicht bei allen, aber schon bemerkenswert oft tritt die Situation ein. Das ist nicht ungewöhnlich, denn sobald sich neue Arbeitnehmer oder Angestellte eingewöhnt haben, testen sie die Grenzen aus.

Tatendrang klingt gut, aber das heißt nicht zwingend, dass es sich um die Taten zugunsten des Unternehmens handelt. Viele Taten haben während der Arbeitszeit nichts mit dem Job zu tun. Wer beispielsweise eine private Nachricht an seine Liebste schreibt oder sich mit anderen eher privaten Sachen beschäftigt, ist voller Tatendrang zu seinen Gunsten. Ein wahrer Teamplayer zu sein hilft mit den Kollegen gut auszukommen. Hängt aber auch vom Job ab, ob die Zusammenarbeit mit anderen im Fokus steht oder mehr die Selbstständigkeit. Überstunden fallen immer wieder an, wer dazu nicht bereit ist, sollte keinen Arbeitsvertrag unterschreiben, in den meisten Branchen ist die Pflicht vertraglich festgelegt.

Mit positiven Ereignissen aus seinem Leben punkten

Wie viel Distanz ist im Beruf einzuhalten? Der Wandel zu mehr Persönlichkeit im Job ist längst vollzogen. Es ist ein Unterschied, ob jemand konkret sagt, ausdauernd zu sein oder das in einer Geschichte aus seinem Leben verpackt. Um hervorzuheben, dass jemand Power hat und auch Hürden nicht aus dem Weg geht, erzählt dieser lieber von einer Bergtour, die sehr erlebnisreich war. Wo es darum ging, Höhen zu erklimmen und Hürden zu bewältigen. Es sollte keine reißerische Geschichte sein, die von brutalen Kämpfen auf dem Mount Everest handelt, wenn das nicht der Wahrheit entspricht.

Wer in seiner persönlichen Darstellung lügt, mag den Personaler beeindrucken. Vielleicht ist genau die Story das Zünglein an der Waage, die zur Einstellung führt. Irgendwann erinnert sich der Personaler an die Geschichte und spricht den neuen Mitarbeiter darauf an. Wer sich seine eigene „Räubergeschichte“ nicht gut merkt, fliegt auf und das führt zu einem Vertrauensverlust.

Vorsicht ist geboten, wenn es um freiwillige Tätigkeiten geht oder Extremsport. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich freiwillig zu betätigen, zum Beispiel in der Suppenküche Obdachlosen Essen zu servieren oder Integrationshilfe zu leisten. Bewerber sollten aber vermeiden die Aktivität so darzustellen, dass sie sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Denn das kann letztlich bedeuten, dass der Bewerber aufgrund der vielen Arbeit, die er leistet, schnell erschöpft ist. Extremsport beinhaltet ein hohes Verletzungsrisiko, dass zu einem Arbeitsausfall führen kann. Solche Risiken kalkulieren Arbeitgeber grundsätzlich und lehnen auch geeignete Fachkräfte ab, wenn sie fürchten müssen, dass die Fachkraft längere Zeit ausfällt.