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Warum sind Lehrer Beamte? – Aufklärung

Warum sind Lehrer Beamte

In ganz Deutschland gibt es zur aktuellen Zeit ungefähr 1,8 Millionen Menschen, die verbeamtet sind. Beamter zu sein stellt jedoch keinen Beruf, sondern einen Status dar. Auch Lehrer bekommen den Status „Beamter“ häufig. Doch warum ist das so?

In ganz Deutschland gibt es zur aktuellen Zeit ungefähr 1,8 Millionen Menschen, die verbeamtet sind. Beamter zu sein stellt jedoch keinen Beruf, sondern einen Status dar. Auch Lehrer bekommen den Status „Beamter“ häufig. Doch warum ist das so?

Der Beruf des Lehrers und die Verbeamtung

Lehrer sind die Säulen und Ausführer des deutschen Bildungssystems. Zu den Aufgaben der Lehrer gehört es, Lehrinhalte an die Schüler zu vermitteln und diese pädagogisch in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen. Gleichzeitig stellen Lehrkräfte Bezugspersonen für ihre Schüler dar, an welche sich die Schüler bei Schwierigkeiten wenden können. Nicht jeder Lehrer ist verbeamtet. Häufig hängt die Verbeamtung eines Lehrers mit dem Bundesland, in dem er wohnhaft ist und unterrichtet, zusammen. Lehrer können zwar in den meisten Bundesländern verbeamtet werden, in einigen Teilen von Deutschland ist die Verbeamtung von Lehrern jedoch eher unüblich, zum Beispiel in Berlin.

Es ist jedoch nicht so, dass Lehrer automatisch einen Beamten-Status erhalten.

Die Verpflichtungen von verbeamteten Lehrern

Der Beamtenstatus bringt für die Lehrkräfte einige Verpflichtungen mit sich. Sie unterliegen zum Beispiel der Gehorsamspflicht, was bedeutet, dass sie stets an die Weisungen durch ihre Vorgesetzten gebunden sind. Des Weiteren müssen sich verbeamtete Lehrer Einschränkungen im Bezug auf das Bürgerrecht akzeptieren. So ist es ihnen untersagt, zu streiken. Zudem ist es ihnen nicht gestattet, sich im schulischen Bereich in irgendeiner Weise politisch zu äußern oder zu betätigen. Auch außerhalb des Berufes dürfen Lehrer, die verbeamtet sind, durch ihr Verhalten das Ansehen des Staates keinen Schaden zufügen.

Welche Vorteile bringt der Beamten-Status für Lehrer mit sich?

Lehrer, die verbeamtet sind, verdienen netto mehr Geld als Lehrer im Angestelltenverhältnis. Dies liegt daran, dass verbeamtete Lehrer keine Sozialversicherungsabgaben leisten müssen. Folglich haben sie einen höheren Nettowert als ihre angestellten Kollegen. Auf die Krankenversicherung wirkt sich der Beamtenstatus ebenfalls aus. Verbeamtete Lehrer sind in der Regel nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert. Da sie beihilfeberechtigt sind, kostet der private Versicherungsschutz für sie nicht mehr als die Mitgliedschaft der gesetzlichen Krankenversicherung. Des Weiteren sind Lehrer mit einem Beamtenstatus unkündbar. Sie können lediglich aus dem Lehrberuf entlassen werden, wenn sie eine Freiheitsstrafe von mehr als 12 Monaten erhalten oder sich durch ein erhebliches Dienstvergehen schuldig machen. Ein weiterer Vorteil für Lehrer, die als Beamte tätig sind, ist, dass die Beamtenpension im Alter deutlich höher als die gesetzliche Altersrente ausfällt.

Das Fazit

Auch wenn der Verbeamten-Status für Lehrer einige Verpflichtungen mit sich bringt, sind die meisten Lehrer nach ihren Möglichkeiten danach bestrebt, verbeamtet zu werden. Dies liegt an den Vorteilen, den der Beamten-Status mit sich bringt. So verdienen Lehrkräfte im Beamtenverhältnis nicht nur mehr, da sie keine Abgaben im sozialversicherungspflichtigen Rahmen erfüllen müssen, sondern gelten auch als unkündbar, wenn sie nicht zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 12 Monaten verurteilt werden. Jedoch wird man als Lehrer nicht automatisch verbeamtet, sondern muss den Beamten-Status beantragen. Erst eine genaue Prüfung entscheidet darüber, ob der Lehrkraft der Beamten-Status zugesprochen wird oder nicht. Hinzukommt, dass es in einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Berlin, eher unüblich ist, Lehrpersonen zu verbeamten.

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