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Tischler & Schreiner – was ist der Unterschied?

Tischler & Schreiner - was ist der Unterschied

In der breit gefächerten Berufswelt kommt man mit mancher Bezeichnung der Jobs durchaus mal durcheinander. Wobei es bei in einigen Fällen so aussieht, dass gleichzeitig zwei Bezeichnungen für einen Beruf dennoch unterschiedliche Schwerpunkte beschreiben, ist es bei wiederum anderen Berufen so, dass zwei beziehungsweise mehrere Bezeichnungen letztendlich eine und die selbe Tätigkeit meinen. So sieht es auch bei dem Beruf des Tischlers / Schreiners aus. Allerdings ist die Frage berechtigt, wo der Unterschied der beiden Bezeichnungen liegt beziehungsweise ob es einen signifikanten Unterschied gibt.

In der breit gefächerten Berufswelt kommt man mit mancher Bezeichnung der Jobs durchaus mal durcheinander. Wobei es bei in einigen Fällen so aussieht, dass gleichzeitig zwei Bezeichnungen für einen Beruf dennoch unterschiedliche Schwerpunkte beschreiben, ist es bei wiederum anderen Berufen so, dass zwei beziehungsweise mehrere Bezeichnungen letztendlich eine und die selbe Tätigkeit meinen. So sieht es auch bei dem Beruf des Tischlers / Schreiners aus. Allerdings ist die Frage berechtigt, wo der Unterschied der beiden Bezeichnungen liegt beziehungsweise ob es einen signifikanten Unterschied gibt.

Woher kommt die Berufsbezeichnung „Tischler“ oder „Schreiner“ überhaupt?

Der Beruf des Tischlers geht bis dahin zurück, wo die Menschen anfingen sesshaft zu werden. Bereits vor knapp 5000 Jahren wurden die ersten Holzmöbel mit einem für damalige Verhältnisse schon recht handwerklichen Geschick gebaut und gehandelt.

Die Bezeichnung „Tischler“ lässt sich von einer simplen Logik ableiten: Tischler leitet sich von „Tisch“ ab – ein Möbelstück, welches schon immer ein Aushängeschild des Berufes war. Somit blieb der Name des Berufes bis heute gleichbleibend bestehen.

Die Bezeichnung „Schreiner“ leitet sich aus dem früheren Lehnwort „Schrein“ ab, welches gleich mehrere Definitionen eindeckt. Die Grundbedeutung lautet ´Kiste´ oder ´Kasten´, Bezeichnungen wie ´Truhe´ oder ´Schrank´ sind ebenfalls richtig. Eine weiter fortgeschrittene Definition wäre: Ein Möbelstück, welches verschließbar ist.

All das sind ebenfalls Alltagsgegenstände, die aus der heutigen und damaligen Zeit nicht wegzudenken sind beziehungsweise waren, daher hat sich die Berufsbezeichnung „Schreiner“ etabliert. Der Beruf hat sich übrigens aus dem Beruf des Zimmermanns entwickelt, da damals alle Menschen die mit Holz beruflich arbeiteten „Zimmerleute“ waren. Eine signifikante Spaltung beziehungsweise Spezialisierung des Berufes kam erst später im 13. Jahrhundert zustande.

Wo liegt also der Unterschied der beiden Kandidaten?

Die Antwort ist: die beiden Berufe sind eins zu eins das gleiche. Sowohl der Tischler als auch der Schreiner arbeiten beide mit Holz oder auch mit Werkstoffen wie Kunststoff, Metall oder Glas, und zwar im absolut gleichen Stil. Beide stellen Holzkonstruktionen und Möbel aus dem Naturwerkstoff her, führen Montagearbeiten auf der Baustelle beziehungsweise beim Kunden durch, betreiben Innenausbau, bauen Türen, Fenster sowie Treppen und verbauen diese auch vor Ort.

Das einzige, was bei dem Tischler anders ist als bei dem Schreiner ist, dass die Bezeichnung „Tischler“ im Norden, Osten sowie im Westen von Deutschland verwendet wird. Auch in Österreich findet diese Bezeichnung Verwendung. Stattdessen sagt man im Ruhrgebiet, Hessen, Rheinland-Pfalz oder auch im Saarland „Schreiner“. Es hat also nur was mit der regionalen Lage zutun, und nicht mit der handwerklichen Tätigkeit.

Ebenfalls identisch sind Aspekte wie unter anderem Ausbildungsinhalte, Aufstiegsmöglichkeiten oder Ausbildungsdauer.

Gibt es unterschiedliche Arten von Tischlern?

Die handwerklichen Tätigkeiten des Tischlers umfassen einen großen Bereich – somit werden tatsächlich zwei Arten und Bereiche unterschieden, worin der Tischler tätig ist.

Zum einen gibt es den Bautischler. Die Aufgaben eines Bautischlers beziehungsweise einer Bautischlerei beziehen sich hauptsächlich darauf, Holzbauelemente für Häuser herzustellen. Dazu zählen: Treppen, Haus- und Innentüren, und Fenster.

Wo früher noch die viele Handarbeit in den Werkstätten geherrscht hatte, so triumphiert heute weitestgehend der technische Part. Schließlich ist es in der Endsumme günstiger, ein CNC-Programm am Computer auszurichten und die Maschine die Arbeit erledigen zu lassen, als stunden- oder tagelang in mühevoller Handarbeit eine ganze Futterrahmtür herzustellen. Auch der Einkauf hat sich geändert. In vielen Betrieben werden viele der Produkte zugekauft und dann vor Ort auf der Baustelle verbaut. Dabei bestehen Fenster oftmals aus einem PVC-Kunststoff. Bei Türen sieht es ähnlich aus: Der Trend tendiert stark zu schlichten Bauarten, ohne Schnörkel oder Verzierung. Treppen werden dafür weiterhin in der Regel aus Massivholz gebaut, sehr oft kommt Eichenholz zum Einsatz.

Dann gibt es noch den Möbeltischler. Diese Art von Tischlern arbeiten im Bereich der Möbelherstellung und Innenausbauten. Ebenfalls gibt es Unterschiede der Arbeitsweise von früher zu heute: Früher war das Prinzip eines Auftrags für ein auf den Kunden maßgeschneidertes Möbel einfach. Der Kunde kam in die Werkstatt, hatte seine Wünsche und Vorstellungen dem Meister offengelegt, und schon ging es an die Planung & Umsetzung. Viele Arbeitsstunden flossen in ein individuelles Einzelstück für den späteren Besitzer. Damals erschwinglich, heute nicht mehr wirklich „aktuell“. Denn auch beim Möbelbau haben moderne Maschinenparks die Handarbeit in vielen Betrieben fast vollständig ersetzt.

Egal, ob von einer Bau- oder Möbeltischlerei die Rede ist – wie sich die Möglichkeiten der Verarbeitung von Holz entwickelt hat, ist ziemlich erstaunlich.

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