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Profilneurose beim Chef/ der Chefin – Symptome & Therapie

Profilneurose beim Chef/ der Chefin - Symptome & Therapie

An der Arbeit hat es sicher jeder schon einmal erlebt. Es gibt immer eine Person, die sich beweisen muss. Nicht selten ist das sogar der Chef der Firma selbst. Dabei kann eine Profilneurose sehr anstrengend sein, besonders wenn Sie beim Chef auftritt, da die gesamte darunter liegende Personalstruktur darunter leiden kann. Dieser Beitrag zeigt, wie man mit Profilneurotikern umgehen kann, woran es liegt und was man tun kann.

Was ist eine Profilneurose?

Menschen mit einer Profilneurose erkennt man in der Regel an den Merkmalen wie beispielsweise „Ich, Ich, Ich“. Es handelt sich dabei um eine Person, die sich ständig hervorheben und zeigen muss, wie klug und großartig sie doch ist. Häufig steckt dahinter die Angst zu wenig Geltung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Häufig sieht man dieses Verhalten im beruflichen Umfeld und nicht selten sogar bei den Chefs.

Tatsächlich sind auch Männer von einer Profilneurose genau so betroffen wie Frauen. Dabei werden diese Personen immer wieder betonen, was sie bereits alles geleistet haben und sie haben einen starken Drang zu Besserwisserei, Geltung, Profilierung und Selbstinszenierung.

Bei Chefs treten diese Symptome sehr häufig deswegen auf, weil sie die höchste Instanz in der Firma sind und niemand darüber ihnen Anerkennung, Lob und Wertschätzung ausspricht. In gut laufenden Firmen profilieren sich Chefs daher oft mit Luxusgütern und zeigen, was sie alles haben.

Die Ursachen und Symptome einer Profilneurose

Die häufige Ursache einer Profilneurose entsteht dadurch, weil unsere Arbeitsweise einen Drang nach Konformität fördert. Eine innere Leere und Unsicherheit sollen dabei über eine Ersatzbefriedigung ausgeglichen werden.

Personen mit einer Profilneurose sind sich oft der eigenen Kräfte nicht bewusst und kompensieren dadurch immer wieder ihr inneres Selbst. Dadurch wachsen narzisstische Züge, die ein ausgeglichenes Selbstbewusstsein nicht möglich machen. Solche Personen bauen dann ein Pseudo-Bewusstsein auf, welches als Profilneurose bezeichnet wird. Ziel ist es fortan den eigenen Körper und die Seele als Produkt zu sehen, aus dem man möglichst viel Profit herausholen muss.

Was man gegen eine Profilneurose tun kann

Die Profilneurose ist keine Krankheit, daher ist die Behandlung nur bedingt möglich. Wie man zukünftig mit dem Chef umgehen möchte, ist daher abhängig von der Ausprägung der Profilneurose. Die betroffene Person selbst kann meist nur wenig machen, da es diesen Personen in den seltensten Fällen bewusst ist, dass sie unter einer Profilneurose leiden. Die Personen im Umfeld der betroffenen Person können aber lernen damit umzugehen.

Wenn der Chef mal wieder was zu meckern hat, kann man meist mit Humor schon einiges erreichen. Sehr effektiv ist aber auch dem Profilneurotiker genau das zu geben, was er möchte, nämlich Anerkennung und Lob. Genau das ist es auch, was Chefs in der Regel nicht bekommen. Hier kann man beispielsweise Anbringen, dass man seinen Chef, trotz der vielen Kritik noch immer wertschätzt.

Ist die Profilneurose beim Chef allerdings sehr stark ausgeprägt, muss man wiederum vorsichtig sein, da er natürlich immer am längeren Hebel sitzt. Statt drauf loszuschießen ist es hierbei oft sinnvoll Dinge zu dokumentieren und Beweise zu sammeln. Auch kann es sinnvoll sein, wichtige Dinge mit dem Chef schriftlich zu führen, da so anschließend, alles was vereinbart wurde, schwarz auf weiß vorliegt. So kann sich der Chef als Profilneurotiker dann nicht mehr herausreden.

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