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Lebenslauf auf Spanisch schreiben – Anleitung & Tipps

Hola cómo estás. Wenn man einen Lebenslauf auf spanisch verfassen möchte, gibt es einige Dinge zu beachten. Einfach Wort für Wort die deutsche Version zu übersetzen, ist beispielsweise nicht möglich, denn jedes Land hat eigene und unterschiedliche Anforderungen an dieses wichtige Dokument. Und zudem werden die Informationen oft auch anders formuliert. Wir klären hier auf. Zum einfacheren Verständnis haben wir den Lebenslauf dafür in drei unterschiedliche Komponenten unterteilt.

Der erste Teil

Ein spanischer Lebenslauf sieht dem deutschen auf dem ersten Blick ziemlich ähnlich. Oft gibt es ein Foto und dann werden die Zeiten und Informationen aufgelistet, wann man bei welchen Unternehmen gearbeitet hat. Das ist uns soweit nicht fremd. Aber sehen wir uns den spanischen Lebenslauf mal im Detail an. Gestartet wird mit den persönlichen Daten, also den datos personales. Hier wird Name, Geburtsdatum, Telefonnummer und Mailanschrift eingetragen.
Es folgt ein kleines resumen, also eine knappe Zusammenfassung über Ihre Bewerbung. Eins bis zwei Sätze sind hierfür völlig ausreichend. Weiter geht es mit der Berufserfahrung, die man schon gesammelt hat. Diese wird Experiencia laboral genannt. Hier führen Sie auf, wann Sie wo gearbeitet haben und geben dazu vielleicht ein paar Stichworte, über Ihre Tätigkeitsfelder beim jeweiligen Job. Danach folgt erst der Abschluss, oder der aktuelle Stand Ihrer Ausbildung. Auch hier wieder mit Datum und Ortsangabe arbeiten.

Der zweite Teil

Nun sind die idiomas an der Reihe, also die Sprachen, die Sie sprechen. Hier wird auch das jeweilige Sprachniveau mit angegeben. Also bispielsweise ob Sie Anfänger, Fortgeschrittener, oder Muttersprachler sind. Sie können Ihr Niveau aber auch gut über die europäische Referenzskala ausdrücken. Nun folgen die Kenntnisse im EDV, in der elektonischen Datenverarbeitung, die in spanischen Lebensläufen Informática genannt wird. Geben Sie hierfür Namen des jeweiligen Programmes und Ihren Kenntnisstand an.

Der dritte Teil

Als nächstes kann man sich den persönlichen Aktivitäten widmen. Geben Sie an, was Sie gerne in Ihrer Freizeit machen. Erwähnen Sie unbedingt, falls Sie sich im ehrenamtlichen Bereich einsetzen. Damit kann man gut Pluspunkte sammeln. Dann folgen noch zwei Kategorien, die Sie von den deutschen Lebensläufen vielleicht eher nicht so kennen. Bei Diverso können Sie aufführen, was ansonsten noch relevant sein könnte. Vielleicht ist man schon viel gereist, oder hat anderweitig wichtige Erfahrungen für den Beruf gesammelt. Der Teil ist aber optional. In Spanien sind Kontakte sehr wichtig. Wer jemanden kennt, der jemanden kennt, der findet vielleicht leichter eine neue Stelle. Gerade in Berufen aus der Gastronomie ist das sehr üblich. Bei referencias können Sie angeben, welche Kontakte Sie in der Branche haben und wer vielleicht auch bereit dazu wäre, Auskunft über Sie zu erteilen. Wenn der ehemalige Chef ein gutes Wort für Sie einlegt, ist das natürlich immer von Vorteil.

Sonstiges

Ein Foto ist (wie beim deutschen Lebenslauf auch) nicht zwingend notwendig. Wenn Sie sich aber für ein Bild entscheiden sollten, dann wählen Sie bitte ein sachliches Foto in guter Qualität. Aber auch hier kommt es natürlich wieder auf die Branche an. Wenn Sie sich für einen Beruf im kreativen Bereich bewerben möchten, gelten natürlich oft andere Anforderungen. Deshalb auch immer gut informieren, was die potenziellen zukünftigen Arbeitgeber in der Bewerbung sehen möchten. Informieren Sie sich auch über die passenden Begriffe, die in spanischen Lebensläufen verwendet werden. Ein paar von ihnen, haben wir hier im Text bereits eingebaut. Und in Spanien wird Persönlichkeit wirklich gerne gesehen. Verallgemeinern kann man es natürlich nie, aber versuchen Sie sich durch Ihre einmaligen Erfahrungen, von Mitbewerbenden abzuheben.

Wir wünschen Ihnen nun viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung in einem der schönsten Länder der Welt. Hasta luego.

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