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Lebenslauf auf Französisch schreiben – Anleitung & Tipps

Egal, ob in der Schule oder bei Interesse auf einen Job in Frankreich. Einen Lebenslauf auf Französisch zu schreiben, ist nicht einfach. Das Gute an der Sache: Der französische Lebenslauf – Curriculum Vitae genannt – folgt keinem konkreten Schema. Dadurch ist es möglich eigene Akzente zu setzen und sich individuell darzustellen, ohne irgendwelche Vorgaben dabei zu ignorieren.

Persönliche Angaben – Der erste Eindruck zählt!

Genauso wie im Deutschen sollten auch in einem französischen Lebenslauf gewisse Dinge nicht vergessen werden. Trotz fehlendem Schema ist dies also nicht zu vernachlässigen. Die Freiheit sollten Sie nicht dazu nutzen, wichtige Dinge unter den Tisch fallen zu lassen!

Die persönlichen Angaben – im französischen coordonnées personelles – werden als erstes vermerkt. Damit deutlich wird, was der Vor- und Nachname ist, sollten diese auch so eingetragen werden. Dementsprechend wird in den Lebenslauf am besten „Max Mustermann“ geschrieben. Wie auch im Deutschen werden darunter die Kontaktmöglichkeiten geschrieben. Also die Anschrift, Telefonnummern, unter denen Sie erreichbar sind und die E-Mail-Adresse. Im Anschluss wird das Geburtsdatum und der Geburtsort eingetragen. Der Familienstand darf auch nicht vergessen werden. Wer Kinder hat, sollte diese ebenfalls eintragen.
Der Teil sollte nicht zu umfangreich sein. Etwa 1/4 bis 1/5 einer Din-A4 Seite kann dafür eingenommen werden. Mehr oder weniger könnte einen negativen Eindruck hinterlassen.

Überzeugen mit Kompetenzen – berufliche Qualifikationen

Genauso wie auch im Deutschen finden Ausbildung oder Studium in einem französischen Lebenslauf Platz. Das funktioniert eigentlich genauso wie auf einem deutschen Lebenslauf. Es wird Schul-, Hochschul- oder Berufsausbildung in chronologisch umgekehrter Reihenfolge aufgeführt. Ebenso lassen sich hier Weiterbildungen aufzeichnen. Dazu wird der Name der Einrichtung genannt, ebenso wie der Abschluss und das Abschlussjahr. Dabei muss nicht unbedingt jeder Abschluss genannt werden. Es reicht aus, die wichtigsten zu nennen. Wer sein Abitur beispielsweise auf einer anderen Schule gemacht hat als seinen Realschulabschluss, muss nicht jeden seiner Abschlüsse aufführen.

Ebenfalls wichtig, um seine Kompetenzen zu beweisen, sind Praktika. An dieser Stelle können diese ebenfalls angegeben werden. Wichtig ist besonders, auf die Tätigkeit während des Praktikums einzugehen. Französischen Bewerbungen werden keine Praktikumszeugnisse beigefügt, dementsprechend muss selbst erwähnt werden, was Inhalt des Praktikums war. Eine Anmerkung dazu: Praktika haben in Frankreich einen höheren Stellenwert als in Deutschland, dementsprechend kann ein Praktikum auch schon zu Berufserfahrung zählen!

Berufliche Erfahrungen sind der wichtigste Teil in einem französischen Lebenslauf. Daher ist es auch keine Überraschung, dass die expérience professionelle noch über die Ausbildung gestellt wird. Besonders, wenn davon viel vorhanden ist. Bei der Darstellung sollte zuerst die letzte Position und Tätigkeit aufgeführt werden. Zu jeder Tätigkeit sollten Dauer der Tätigkeit, der Arbeitgeber, die Stelle, der Verantwortungsbereich und Erfolge mit aufgeführt werden. Besonders die Erfolge sollten belegt werden.

Wer Sprachkenntnisse anmerken möchte, tut dies am besten in der Kategorie Lesen, Schreiben und Sprechen. Dazu dienen Sprachniveaus, die sich in Grundkenntnisse, fortgeschritten, fließend, zweisprachig und bilingual einteilen lassen. Auch eine Erwähnung der Erlangung der Sprachkenntnisse kann hilfreich bei der Beurteilung sein, wie gut Sie darin sind. Wer beispielsweise Spanisch nur in der Schule hatte, spricht anders als, jemand, der einen längeren Auslandsaufenthalt hatte.

Die Unterschiede – Was ist anders als im Deutschen?

Wie Eingangs erwähnt, ist einer der größten Unterschiede, dass es im Curriculum Vitae kein konkretes Schema gibt. Damit einher geht auch, dass es in einem französischen Lebenslauf keine Überschriften gibt. Was für Deutsche zunächst irritierend klingt, es kann gut passieren, dass ein französischer Arbeitgeber einen handschriftlichen Lebenslauf haben möchte. Im Zuge der Digitalisierung ist das allerdings seltener der Fall.

Ein anderer Schocker für alle, die deutsche Standards gewohnt sind: In aller Regel ist ein französischer Lebenslauf ohne Bewerbungsfoto anzufertigen. Was in Deutschland fast schon einem Ausschlusskriterium ähnelt, ist in Frankreich also Standard.

Eine optionale Möglichkeit ist es, seine beruflichen Ziele nicht etwa in das Anschreiben, sondern in den Lebenslauf zu schreiben. Wer sich allerdings dafür entscheidet, sollte diese unter den persönlichen Angaben in einem ganz eigenen Feld machen. Dabei sollten die beruflichen Ziele nur etwa kurz in wenigen Sätzen dargestellt werden. Berufliche Ziele lassen sich aus bereits erlernten Fähigkeiten ableiten und wofür bisher gearbeitet wurde.

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