Skip to content
beruf-karriere24.com » Karriere & Beruf » Kündigungsbestätigung vom Arbeitgeber – alles, was man wissen muss

Kündigungsbestätigung vom Arbeitgeber – alles, was man wissen muss

Kündigungsbestätigung vom Arbeitgeber

Wer durch seinen Arbeitgeber unvorbereitet gekündigt wird, muss den Schock verarbeiten. Schließlich bedeutet der Arbeitsplatzverlust finanzielle Einschränkungen, wenn nicht zeitnah eine neue Anstellung gefunden wird. Aber selbst wer rechtzeitig von der Kündigung weiß, muss diese rechtlich prüfen lassen. Arbeitgebern unterlaufen oft schwere Rechtsfehler, gegen die sich Angestellte unbedingt wehren müssen, um ihre Ansprüche durchzusetzen.

Arbeitgeber kündigt mündlich den bestehenden Arbeitsvertrag

Der Arbeitnehmer erhält in einem Gespräch mit dem Arbeitgeber die mündliche Kündigung. Das ist zunächst in Ordnung, rechtlich allerdings unbedeutend. Die Kündigung bedarf stets der Schriftform. Bleibt es also bei der mündlichen Kündigung, so darf der Arbeitnehmer weiterarbeiten. Teilt der Arbeitgeber das dem Arbeitnehmer sogar vor den anderen Mitarbeitern mit, begeht er erneut eine Rechtsverletzung. Der Arbeitskontrakt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellt ein persönliches Verhältnis dar. Durch die mündliche öffentliche Kündigung verletzt der Arbeitgeber die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers und Kontrakts.

Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, den Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass die Kündigung schriftlich zugestellt werden muss. Sie haben das Recht zu schweigen, da Arbeitnehmer, die kein Interesse am Verlust ihres Arbeitsplatzes haben, die Kündigung durch Hinweise fördern müssen.

Schriftliche Kündigung durch den Arbeitgeber

Hält sich der Arbeitgeber an die Schriftform der Kündigung, ist dieser zunächst auf der sicheren Seite und dennoch können sich weitere Fehler eingeschlichen haben. Übergibt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Kündigung persönlich ohne Zeugen, reicht das nicht zwingend als Nachweis der Kündigungszustellung aus. Ist das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer als belastend einzustufen, sollten Arbeitnehmer überlegen, die Kündigungszustellung zu akzeptieren, wenn durch den Arbeitgeber keine weiteren Rechtsverstöße vorliegen.

Als Nachweis für den Arbeitgeber reicht die digitale Zustellung über eine gesicherte Leitung aus. Das kann innerhalb des betrieblichen Netzwerkes oder via E-Mail erfolgen. Im Normalfall werden die Kündigungen per Einschreiben über einen Postdienstleister verschickt. Durch die Annahme und Signatur der Postquittung bestätigt der Arbeitnehmer den Erhalt der Kündigung.

Betriebsbedingte Kündigung

Ist der Arbeitgeber wirtschaftlich angeschlagen, muss Personal entlassen werden, um einen Teil der vorhandenen Arbeitsplätze zu retten oder wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, erfolgt eine betriebsbedingte fristgerechte Kündigung. Arbeitet der Arbeitgeber mit einem Gewerkschaftsverband zusammen, dann erfolgt die betriebsbedingte Kündigung in der Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft. Diese handelt mit dem Betrieb einen Plan aus, dass Arbeitnehmer entschädigt werden oder anderweitige Anstellungsangebote innerhalb des Betriebs erhalten. Möglich ist zudem die befristete Kündigung, um mit einem neu ausgehandelten Kontrakt den Arbeitnehmer wieder einzustellen. Ob die Kündigungsform berechtigt ist und rechtsgültig ausgeführt wird, ist mit einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht abzuklären.

Fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber

Erhält ein Arbeitnehmer die fristlose Kündigung, basiert das auf Kontraktverstößen durch den Arbeitnehmer. Das kann zu häufiges Zuspätkommen sein, Verlängerung der Urlaubszeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers oder betriebsschädliches Verhalten des Arbeitnehmers. Es gibt sehr viele weitere Gründe, weshalb Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern fristlos kündigen. Allerdings sind Arbeitgeber vor der fristlosen Kündigung verpflichtet, bis zu drei Abmahnungen auszusprechen und jede dem Arbeitnehmer schriftlich mitzuteilen. Hält sich der Arbeitgeber nicht daran, lässt sich die fristlose Kündigung widerrufen. Dazu sollte unbedingt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht hinzugezogen werden.

Kündigung innerhalb der Probezeit

Die Probezeit dient dazu, die Qualitäten des Arbeitnehmers auf die Probe zu stellen. Ist dieser geeignet für den Posten und respektiert dieser die Kontraktvereinbarungen, geht der Probevertrag ohne weitere Ankündigung in einen befristeten oder unbefristeten Festanstellungsvertrag über. Ist der Arbeitgeber jedoch zum Schluss gekommen, den Vertrag innerhalb der Probezeit zu kündigen, muss er die Kündigungsfrist, die im Kontrakt vereinbart ist, zwingend einhalten. In der Regel sind das zwei Wochen innerhalb einer Probezeit von sechs Monaten.

Daten in der Kündigung

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Daten des Arbeitnehmers in der Kündigung aufführen. Dazu gehören:

  • Vollständiger Name des Arbeitnehmers
  • Anschrift des Arbeitnehmers
  • Geburtsdatum des Arbeitnehmers
  • Vertragsbeginn
  • Personalnummer des Arbeitnehmers, falls vorhanden

Des Weiteren muss der Arbeitgeber die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten und die Kündigung begründen, sofern es sich nicht um die Kündigung innerhalb der Probezeit handelt.

Rechtsanwälte für Arbeitsrecht prüfen die Kündigungen der Arbeitgeber, um eventuelle Ansprüche fristgerecht geltend zu machen. Deshalb sollte jede Kündigung, die nicht in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt, durch einen Anwalt geprüft werden.

Hat dir der Beitrag gefallen?