Beruf24.eu » Studium & Ausbildung » Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk – was genau bedeutet das?

Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk – was genau bedeutet das?

Wenn man die Schule besucht, weiß man nach ein paar Jahren, wo einen der erste Weg hin verschlägt. So wird geschaut, wo man nach der Grundschule hin wechselt. Welche Schule passt zu einem? Welchen Schulabschluss kann man machen, damit man studieren, einen Ausbildungsplatz oder eine weiterführende Schule qualifizieren kann? Wer sich dann für die Fachoberschule entschieden hat, wird auf seinen Abschluss hinarbeiten. Dann kommt der Abschluss und es steht bei vielen der Vermerk „Fachoberschulreife mit Qualitätsvermerk“. Einige schauen nun verdutzt, weil sie diesen Vermerk nicht zuordnen können, was dieser wirklich bedeutet.

Was ist die Fachoberschulreife?

Die Fachoberschulreife, erreicht man nach durchgehend zehn Schuljahren. Sie wird auch Mittlere Reife, mittlerer Schulabschluss oder auch Sekundärabschluss I genannt. Diese Schulbildung ist aber nicht zu verwechseln mit der Fachhochschulreife, also dem Fachabitur, verwechselt werden. Man erlangt die Fachhochschulreife an der Hauptschule, der Realschule, der Gesamtschule und auch am Gymnasium. So kann man also an allen Schulen diesen Abschluss machen und sich den Qualifikationsvermerk erarbeiten.

Der Qualifikationsvermerk und sein Nutzen

Die Fachoberschule kann man normal beenden, oder aber mit dem Qualitätsvermerk. Dieser Abschluss kann nach zehn Schuljahren an allen Schulen erreicht werden und heißt abgekürzt FORQ. Dieser Qualifikationsvermerk ist eine Berechtigung auf das Gymnasium zu wechseln. Man benötigt diesen Vermerk unbedingt, wenn man dies machen möchte. Auf dem Gymnasium hat man dann natürlich die Möglichkeit, das Abitur zu machen, welches wiederrum zum Studieren berechtigt. Wenn man schon auf dem Gymnasium ist, bekommt man diesen Vermerk nur, wenn man die Schule nach zehn Jahren beenden möchte. Sollte man aber das Abitur machen, stehen alle Wege auf die Universität offen.

Voraussetzungen zum Qualifikationsvermerk

Den Qualifikationsvermerk erhält man dann, wenn in den drei Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch mindestens ein „Befriedigend“ erreicht wurde. Sobald in einem der drei Fächer nur ein „Ausreichend“ erreicht wurde, benötigt man in einem anderen Fach mindestens ein „Gut“ um dieses ausgleichen zu können. Auch die Noten in den Nebenfächern sind von Bedeutung. So darf in den Fächern maximal zwei „Ausreichend“ und ein „Mangelhaft“ vorkommen, da sonst der Qualifikationsvermerk nicht ausgestellt werden kann. Aus diesem Grund sollte man sich überlegen, ob man sich nicht ein wenig mehr anstrengt, um diesen Qualifikationsvermerk zu erreichen. Auch wenn man nach Erreichen des Abschlusses, nicht auf die gymnasiale Oberstufe wechseln mag, ist dieser Vermerk für viele Unternehmen nicht unwichtig.

Qualifikationsvermerk nachholen-geht das?

Diese Frage kann man nur bejahen. Sollte die Qualifikation nicht erreicht worden sein, sollte man sich wegen einer Nachprüfung informieren und bitten, diese machen zu können. Dort kann man je nachdem wie man im ersten Versuch gescheitert ist, die Qualifikation nachholen und sich erneut prüfen lassen. Meist erhält man die Zusage, wenn man in einem Fach um eine Note die Qualifizierung verfehlt hat. Sollten es mehrere Noten sein, welche unter dem Maßstab liegen, bleibt immer noch der zweite Bildungsweg. Dafür stehen dann Berufskollegs und Abendschulen bereit, welche lediglich die Fachoberschulreife benötigen. Nach absolvierten Kursen und Prüfungen erhält man dann auch den Qualifikationsvermerk beziehungsweise direkt das Abitur.

Unternehmen und der Qualifikationsvermerk

Auch bei Unternehmen ist der Fachoberschulabschluss mit Qualifikationsvermerk nicht unbedeutend. Dier Firmen sehen anhand dieser Qualifikation, dass der Bewerber auch hätte das Fachabitur machen können und damit besonders geeignet und in der Lage ist Außergewöhnliches zu leisten. Dieser Vermerk weist darauf hin, dass ein hohes Maß an Lernbereitschaft gegeben ist, was für Unternehmen ja auch eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Viele Unternehmen suchen sich die Bewerber auch nach solchen Kritikpunkten aus, um diese auch weiter zu fördern. Meist wird dann ein duales Studium angeboten, welches dann zum Abitur und zum Bachelor oder Master führen kann. Damit stehen dann weitere Aufstiegsmöglichkeiten an. Natürlich kann man dies auch bei der Bewerbung mitteilen, dass man diesen Weg gerne gehen möchte.

Fazit

Eine Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk ist nicht unbedingt schwer zu bekommen. Ein wenig Anstrengung in der Schule und man hat die Qualifikation für das Abitur. Auch Unternehmen sehen es mit Wohlwollen, wenn die Bewerber diese Qualifikation vorweisen können. Allein schon dafür, dass man mit diesen Bewerbern den Führungsnachwuchs heranziehen kann ist von unschätzbarem Wert, ebenso der Einsatz des Bewerbers wenn es zur Anstellung kommt. Ein duales Studium im passenden betrieb stellt alle Weichen für den beruflichen Werdegang und hilft, sich in der betrieblichen Arbeitswelt behaupten und bestehen zu können.