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Einkommensteuer & Lohnsteuer – was ist der Unterschied?

Einkommensteuer & Lohnsteuer - was ist der Unterschied

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine besondere Form der Einkommensteuer für Einkünfte aus nicht selbstständigen Tätigkeiten. Es handelt sich um eine sogenannte Quellensteuer, bei der die Steuern schon bei der Auszahlung des Lohns entrichtet werden. Der Arbeitgeber hält den notwendigen Betrag dafür ein und führt diesen bis zum 15. des Monats an das Finanzamt ab.

Die deutsche Gesetzgebung legt fest, dass jegliches Einkommen natürlicher Personen versteuert werden muss. Hierbei ist es erst einmal unwichtig, um was für eine Art Einkommen es sich handelt. Ob der Lohn, den der Arbeitgeber zahlt, Einnahmen aus Mietobjekten oder Einkommen aus selbstständigen Tätigkeiten.
Lohnsteuer und Einkommenssteuer sind hierbei keine Synonyme, die das gleiche aussagen.

Die Lohnsteuer – für Angestellte

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine besondere Form der Einkommensteuer für Einkünfte aus nicht selbstständigen Tätigkeiten. Es handelt sich um eine sogenannte Quellensteuer, bei der die Steuern schon bei der Auszahlung des Lohns entrichtet werden. Der Arbeitgeber hält den notwendigen Betrag dafür ein und führt diesen bis zum 15. des Monats an das Finanzamt ab.

Bei der Berechnung der Lohnsteuer ist vor allem die sogenannte Steuerklasse ausschlaggebend. Hieran bemisst sich der Prozentsatz, der an das Finanzamt abgegeben werden muss. In welche Lohnsteuerklasse welcher Arbeitnehmer fällt, lässt sich entweder auf der Lohnabrechnung finden oder anhand des Familienstandes festmachen. Alleinstehende Personen ohne Kinder zum Beispiel fallen in die Lohnsteuerklasse 1, während Alleinerziehende in die Steuerklasse 2 fallen und dementsprechend geringere Beiträge entrichten müssen.

Die Einkommensteuer – für alle Einkünfte außerhalb des Angestelltenverhältnisses

Die Einkommensteuer wiederum wird erst nachträglich, nach Einreichen einer Steuererklärung, entrichtet. Die Einkommensteuererklärung muss immer bis zum 31. Mai des folgenden Kalenderjahres eingereicht werden.
Für die Steuererklärung muss die Person, die die Einkünfte erhalten hat, seine Finanzen offenlegen und das Finanzamt berechnet anhand dieser Daten, wie hoch die Steuern für den jeweiligen Zeitraum ist, wie viel dementsprechend gezahlt werden muss. Hierbei muss nicht nur das Einkommen aus selbstständigen Tätigkeiten angeben werden, sondern jegliche Einkünfte aus allen Quellen, die dem Steuerpflichtigen zur Verfügung standen.

Die Einkommensteuer fällt bei folgenden Einkunftsarten an:

  • Selbstständige Tätigkeiten
  • Mieterträge aus Wohneigentum
  • Kapitalvermögen
  • Gewerbebetrieb
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Und bei sonstigen Einkünften

Wie hoch genau die Abgaben sind, hängt von der Höhe der Einnahmen ab. Unter einer Beitragsfreigrenze von 9.984 Euro fällt keine Einkommensteuer an. Hierbei ist es nicht wichtig, ob die Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit hervorgegangen sind oder nicht.

Absetzbare Kosten in der Einkommensteuererklärung

Für die Berechnung der darüberliegenden Einkünfte gibt es einige Kosten, die in der Einkommensteuererklärung abgesetzt werden können.

Dabei gibt es sechs große Bereiche:

Werbungskosten: Dies sind Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Job stehen wie zum Beispiel Pendlerkosten, Telefonkosten und Kosten für ein Arbeitszimmer. Diese können bis zu einem Betrag von 1.000 Euro abgesetzt werden.

Ehrenamt: Einnahmen, die im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit erwirtschaftet wurden zum Beispiel in einem Verein.

Altersvorsorge: Kosten, die für die betriebliche Altersvorsorge aufgewendet wurden.

Sonderausgaben: Bei den Sonderausgaben handelt es sich um Ausgaben, die im privaten Bereich ausgegeben wurden. Das Finanzamt lässt einige Kosten, die im Kalenderjahr angefallen sind, absetzen. Zum Beispiel Beitrage für die Kranken- , Pflege- und Rentenversicherung, die nicht vom Arbeitgeber übernommen wurden.

Außergewöhnliche Belastungen: Auch hierbei handelt es sich um private Ausgaben. Übersteigen die Kosten die zumutbaren Leistungen, können sie auf die Einkommensteuer angerechnet werden. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Kosten für Medikamente und Hilfsmittel, ärztliche Behandlungen und Krankenhausaufenthalte oder Unterhaltszahlungen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen: Hierbei handelt es sich um Kosten, die rund um die eigne Wohnsituation angefallen sind. Lohnkosten von Gärtnern, Handwerkern oder Reinigungskräften können zu 20 Prozent, bis zu einer Summe von 1.200 Euro abgesetzt werden.

All diese Kosten werden auf die steuerpflichtigen Einkünfte angerechnet und können die Einkommensteuer senken.
Nachdem die steuerpflichtige Person ihre Einkommensteuererklärung abgegeben hat, erhält sie vom Finanzamt einen Einkommensteuerbescheid per Brief. in diesem wird deutlich gemacht, ob die Person eine Nachzahlung leisten muss oder eine Rückerstattung bekommt. In jedem Fall sollte dieser Bescheid zeitnah auf Fehler geprüft werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.

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