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Brutto & Netto – was ist der Unterschied?

Brutto ist vor allen Abzügen, netto ist nach allen Abzügen bei Lohn und Gehalt. Brutto und netto sind nicht nur bei Arbeitsvergütungen, sondern auch bei Gewichtsmessungen relevant. Immer wieder kommt es bei brutto und netto zu Missverständnissen, weshalb der Ratgeber alle Informationen bereitstellt, die Personen wissen müssen, die brutto und netto auseinanderhalten müssen.

Brutto ist vor allen Abzügen, netto ist nach allen Abzügen bei Lohn und Gehalt. Brutto und netto sind nicht nur bei Arbeitsvergütungen, sondern auch bei Gewichtsmessungen relevant. Immer wieder kommt es bei brutto und netto zu Missverständnissen, weshalb der Ratgeber alle Informationen bereitstellt, die Personen wissen müssen, die brutto und netto auseinanderhalten müssen.

Bruttolohn oder Bruttogehalt

Was der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer oder Angestellten bezahlt, ist der Bruttolohn oder das Bruttogehalt. Bei Vergütungsverhandlungen im Bezug auf einen Arbeits- oder Angestelltenkontrakt, sprechen beide Parteien immer von brutto und nicht netto. Verdient die Angestellte zum Beispiel 20,00 Euro die Stunde für jede geleistete Arbeitsstunde, gehen davon noch Steuern, Sozialabgaben und Versicherungsbeiträge ab. Das wird bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung nicht für jede Stunde gemacht, sondern am Ende des Monats werden alle Vergütungen zusammengefasst und anschließend die Abzüge vom Bruttolohn abgezogen.

So setzt sich der Bruttolohn zusammen

Die Basis des Bruttolohns setzt sich aus dem Stundenlohn und der Gesamtanzahl aller Arbeitsstunden der letzten Abrechnungsperiode zusammen. Die Arbeitnehmerin leistet 200 Arbeitsstunden wovon 160 Arbeitsstunden Mindestarbeitszeit ausmachen und 40 Überstunden. Für die Grundarbeitsstunde erhält sie pro Stunde 20,00 Euro. Das ergibt einen Grundbruttolohn von 4.000,00 Euro, hinzu kommen noch die Überstunden, die mit 22,00 Euro pro Stunde brutto vergütet werden. Dazu kommen 880,00 Euro für die gearbeiteten Überstunden. Das ergeben bereits 4.880,00 Euro. Hinzu kommen weitere individuelle Leistungen, zum Beispiel Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit oder Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld jeweils einmal jährlich.

Abzüge vom Bruttolohn

Sobald alle Vergütungen aufgelistet sind, werden von dem versteuerbaren Anteil des Bruttolohns die Abzüge abgeführt. Das sind unter anderem Lohnsteuer, Sozialabgaben wie die Arbeitslosenversicherung und die Beitragszahlung für die Krankenversicherung. Hinzu kommen Abzüge, die Arbeitnehmer selbst veranlassen, unter anderem durch den Abschluss einer staatlich geförderten privaten Rentenversicherung. Alle abzuziehenden Beiträge werden immer prozentual berechnet und entsprechend abgezogen. Das, was am Ende herauskommt, ist der Nettolohn. Der Nettolohn wird vom Arbeitgeber auf das angegebene Konto des Arbeitnehmers überwiesen.

Brutto & Netto - was ist der Unterschied

Abzüge vom Nettolohn und Auszahlung

Vom Nettolohn dürfen nicht versteuerbare Abzüge vom Arbeitgeber einbehalten werden, wenn der Arbeitnehmer Anlass dazu gibt. Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Vorschuss oder eine Abschlagszahlung gewährt und ausbezahlt. Einige Arbeitgeber zahlen zum Ende eines Kalendermonats einen Abschlag vom Lohn oder Gehalt, damit Arbeitnehmer und Angestellte zum Monatsbeginn ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Der Restlohn oder das restliche Gehalt wird erst nach Erstellen der Abrechnung auf das Konto überwiesen. Auf der Abrechnung wird dann aufgeführt, wie viel der Arbeitnehmer bereits als Vorauszahlung erhalten hat, dem steht anschließend die Differenz zu.

Bruttogewicht und Nettogewicht

Wer einmal die Verpackungen genauer betrachtet, sieht, dass häufig zwei Gewichtsangaben auf der Verpackung stehen. Als Beispiel dient ein Glas Sauerkirschen. Das eigentliche Produkt sind die Kirschen und nicht die Flüssigkeit, in der die Kirschen im Glas eingelegt sind. Das Gewicht des Glases wird nicht mit angegeben. Das höhere Gewicht ist das Bruttogewicht, das ergibt sich aus den Sauerkirschen und der Flüssigkeit. Das niedrigere Gewicht (in dem Fall Abtropfgewicht, also das Gewicht, das übrig bleibt nach dem Abtropfen der Früchte) ist das Nettogewicht, also das reine Gewicht der Sauerkirschen ohne die Flüssigkeit.

Der Preis eines Produkts bezieht sich immer auf das Bruttogewicht, weshalb das Nettogewicht teurer ist. In der Industrie werden damit Preiserhöhungen kaschiert und teurere Produkte. Dazu ein einfaches Beispiel:

Kostet das Glas Sauerkirschen mit der Flüssigkeit 1,00 Euro bei 1.000 Gramm, dann sieht das sehr günstig aus. Wiegt die Flüssigkeit umgerechnet 500 Gramm und wird von den Sauerkirschen getrennt, weil die Flüssigkeit ungenießbar ist, bleiben nur noch 500 Gramm Sauerkirschen übrig. Somit verdoppelt sich der Betrag für das Nettogewicht, denn um wieder 1.0000 Gramm zu erhalten, müssten weitere 500 Gramm Kirschen hinzugefügt werden. Dafür ist der Kauf eines weiteren Glases Sauerkirschen notwendig. Damit kosten 1.000 Gramm Sauerkirschen insgesamt 2,00 Euro.

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